WELTMEISTERSCHAFTEN 2018 IN NANJING


Seit gut einer Woche sind wir wieder zurück in Bonn und konnten uns von der Reise erholen. Für uns beide war es überhaupt das erste Mal, dass wir in Asien waren, und wir mussten nach der Ankunft erst einmal viele Eindrücke verarbeiten. Wir hatten vorab einige Tipps von ehemaligen Spielern bekommen und waren theoretisch auf alles gefasst und vorbereitet. Für viele ist es schwer, sich die ganze Reise vorzustellen. Möglicherweise klappt das besser, wenn wir euch ganz persönliche Einblicke in unsere Gedankenwelt geben:


Luftfeuchtigkeit: 90 Prozent – Komische Zeichen haben die hier – Warum sind überall nur Plumpsklos? – Mit Stäbchen essen ist eine echte Herausforderung – Ziemlich viele Hochhäuser – Essen: besser als erwartet – Spielvorbereitung: läuft – Judith coacht uns zum Glück – Nicht gezeigt, was in uns steckt – Enttäuscht – Jetzt erstmal Spiele gucken – Sitzt da Carolina Marin neben uns am Frühstückstisch? – Shanghai: Wow – Fotografiert uns da etwa jemand heimlich? – Nanjing: zauberhaft – Rückflug: gecancelt – Flughafenhotel: Pritsche – Elf Stunden Rückflug – Jetlag!


Das ist nur ein kleiner Auszug aus unserer Gedankenwelt der Reise. Die Ankunft war schon etwas holprig: Nach 13 Stunden auf den Beinen hatten wir uns auf ein schönes Hotelzimmer gefreut. Doch unsere Reservierung war wohl untergegangen, wodurch wir fünf Stunden warten mussten, bis wir endlich unser Zimmer beziehen konnten.
Am nächsten Tag stand die Vorbereitung auf das Spiel an erster Stelle. Wir trainierten mit den anderen Deutschen in der Haupthalle und versuchten, in der Trainingshalle die müden Knochen warm zu bekommen. Am Montagmorgen hatten wir die Möglichkeit, noch ein weiteres Mal die Felder der Haupthalle zu benutzen, und fühlten uns soweit ganz gut vorbereitet. Mit unserem Coach Judith besprachen wir am Nachmittag das Spiel vor.


Der Tag des Spiels verlief wie gehabt, zwar hatte Lisa in der Nacht mit Jetlag zu kämpfen, aber die Vorfreude auf das Spiel war da und die Nervosität stieg von Minute zu Minute. Zum Warm-Up ging es dann eine Stunde vor Spielbeginn in die Trainingshalle. Um 14.10 Uhr Ortszeit begann unser Spiel gegen die belgische Paarung Vandenhoucke/Jaques. Das Spiel lief nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Bereits in den ersten Ballwechseln hatten wir einige Abstimmungsprobleme und fanden nicht wirklich ins Spiel. Letztlich mussten wir uns in zwei Sätzen geschlagen geben, was und persönlich sehr enttäuscht hat. Wir mussten eine Nacht über das Spiel schlafen, bis wir es halbwegs verdaut hatten. Bei so viel Aufwand erhofft man sich, dass man auch zeigen kann, was in einem steckt. Am Ende ist es doch ein großer Unterschied, ob man theoretisch alles weiß oder ob man es selber mal erlebt hat. Immerhin konnten wir aus unserem Spiel einen Trainingsfokus für die nächsten Wochen und Monate mitnehmen.


Wir haben versucht, die Tage danach zu genießen, viele Spiele geguckt, einen Tagesausflug nach Shanghai gemacht und uns einen Tempel sowie die Innenstadt von Nanjing angeguckt. Am Finaltag haben wir die ersten beiden Finals noch sehen können und die atemberaubende Atmosphäre in der Arena miterlebt, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machen mussten. Dort angekommen erfuhren wir dann, dass unser Flug gecancelt wurde und wir erst am nächsten Tag fliegen werden. Ziemlich ärgerlich, wenn man bedenkt, dass wir alle Finals hätten live gucken können…


Um das Positive aus unserer Reise zu ziehen: Wäre es nicht so gekommen, wären wir nicht mit Tai Tsu Ying zusammen zum Flughafen gefahren und auch nicht im selben Flieger wie Carolina Marin zurückgeflogen. Wir haben einiges erleben und viele Erfahrungen sammeln dürfen. Ein großer Dank geht daher an alle Unterstützer, die uns diese Reise ermöglicht haben!

 

Hier noch ein paar Bilder:

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